60 Millionen Dollar für Oversee.net


Der Domain-Portfolio Verwalter Oversee.net nimmt offenbar einen Kredit über 60 Millionen US$ auf, um seine aggressive Wachstumspolitik fortsetzen zu können. Dies berichtet RA Florian Hitzelberger auf Domain-Recht.de.

Dies zeigt, dass der Handel mit Domains einzunehmend attraktives Geschäftsfeld geworden ist. Domain-Verkäufe im zweistelligen Millionenbereich sind mittlerweile keine Seltenheit mehr, und auch im kleineren Rahmen zeigt Sedo, dass es möglich ist auch mit weniger attraktiven Domains Geld zu verdienen.

In Kürze wird es auch hier auf domain-tutorial.com eine Übersicht geben, was für den erfolgreichen Domainhandel berücksichtigt werden muss und welche Fehler man unbedingt vermeiden sollte.

Verbotener Domainhandel: tennis.com.au


Wie hier nachzulesen ist, hat der australische Tennisverband die Domain tennis.com.au für einen fünfstelligen Betrag von einem “freundlichen” Domaingrabber gekauft.

Leider ist der Handel mit Domains in Australien derzeit verboten, so dass die .au Domain Administration Limited (AUDA) eine Untersuchung gestartet hat. Es ist allerdings davon auszugehen, dass bei der nächsten Sitzung  des AUDA Kommitees die rechtlichen Bedingungen für Domain-Verkäufe gelockert werden, um solche Deals zukünftig problemloser möglich zu machen.

300.000 .co.jp Domains registriert


Japan Registry Services (JPRS) berichtet,  dass zum 1. Januar 2007 die Marke von 300.000 registrierten .co.jp Domains überschritten wurde. Insgesamt sind somit etwa  882.000 Domains unterhalb von .jp registriert worden.

JPRS wird nach eigenem Bekunden weitere Anstrengungen unternehmen, um die Zahl der registrierten .co.jp Domains weiter zu erhöhen und die Akzeptanz dieser Domains weiter zu stärken.

Interessant ist dabei aich, dass etwa 33% aller .co.jp Domains auf Inhaber in Tokyo registriert wurden, weitere 10.2% entfallen auf Osaka.

4.11 Millionen Domains in China


Wie Chinatechnews.com berichtet sind mit Stand vom 31. Dezember 2006 insgesamt 4.11 Millionen Domains durch chinesische Staatsbürger oder Firmen registriert worden. Darunter waren ca. 1.8 Millionen .cn Domains, und 1.94 Millionen .com Domains.

Ende 2006 gab es in Chine etwa 843.000 Webseiten und insgesamt 98 Millionen zugewiesene IPv4 Adressen.

Insgesamt liest sich die Statistik so, als wäre China mittlerweile im 21. Jahrhundert angekommen. Etwas fragwürdig ist allerdings nach wie vor die Zensur von Webseiten, welche die chinesische Regierung mit aller Härte betreibt. So können Webseiten zur Tibet-Frage, mit erotischen Inhalten und mit Kritik am Regime nach wie vor aus China nicht aufgerufen werden.

Neues Rechenzentrum bei Hosteurope


Hosteurope hat kürzlich bekanntgegeben, dass in Kürze das neue Rechenzentrum in Köln fertiggestellt wird. Das besondere daran ist laut Pressemitteilng, dass es sich um ein “grünes” Rechenzentrum handelt, welches bis zu 30% weniger Energie verbrauchen soll. Das hört sich sehr gut an, auch wenn hier sicher nicht nur ökologische Gesichtspunkte eine Rolle gespielt haben dürften. Rein finanziell bedeutet eine 30%ige Einsparung von Energie deutlich weniger Kosten.

Grade im Bereich Root-Server und Server-Housing sind die Stromkosten heute ein wichtiger Faktor, der den Preis für die reine Dienstleistung nahezu verdoppeln kann.

Aus welchem Grund aber auch immer: Die Kunden wird es auf Grund geringerer Kosten nicht stören, die Umweltschützer werden sich hoffentlich dafür freuen, dass weniger Strom durch die Atom-Industrie erzeugt werden muss (oder wird in Anbetracht der Diskussionen um Gazprom in Deutschland mittlerweile Strom aus Öl gewonnen??).

Details zum neuen Rechenzentrum wird Hosteurope in Kürze bekanntgeben. Bleibt abzuwarten, ob es auch eine schicke Einweihungs-Party geben wird…

Wie der Google-Coup abgelaufen sein soll


Heute morgen berichten erwartungsgemäss nahezu alle Medien von der spektakulären Domain-Übernahme von Google.de.

Laut heise.de und Auskunft der Denic lief die Übernahme folgendermassen ab:

Ein Kunde des Webhosting-Anbieters Goneo.de hat während des Bestellprozesses behauptet, Inhaber der Domain google.de zu sein. Goneo hat diesen Antrag dann ohne Prüfung an die Denic weitergeleitet und somit den Übernahme-Prozess in Gang gesetzt. Soweit so gut, normalerweise werden solche Anträge aber durch den jeweiligen Registrar der Domain mit einer Ablehnung beantwortet.

Nicht so im Fall von Google.de, einem der wohl wertvollsten deutschen Domains. Hier wurde dem Antrag auf Übernahme ohne weitere Nachfrage stattgegeben, so dass die Domain fortan auf einen gewissen Martin R. aus Frankfurt eingetragen war. Dieser wird sich vermutlich geärgert haben, dass er auf der Startseite noch keine Inhalte hinterlegt hatte, die Werbe-Einnahmen aus diesem Fall dürften immens gewesen sein.

Als der Fehler von Google bemerkt worden ist wurde umgehend Kontakt mit Goneo aufgenommen, woraufhin Goneo die Domain erneut zum KK freigegeben hatte. Leider hat in der Zwischenzeit allerdings bereits Herr Mirko M. aus Wiesbaden, respektive seine Firma “Favo” einen erneuten KK-Antrag die Domain gestellt. Somit ist die Domain also zunächst einmal auf ihn übertragen worden, offenbar weil man bei Goneo nicht sichergestellt hatte, dass die Domain auch wirklich an den korrekten Inhaberzurück übertragen wird.

Bis die Domain dann endgültig wieder im Besitz der Suchmaschine war, sind nochmals einige Stunden vergangen.

Alles in allem ist dieser Domainklau wohl endgültig für die Einführung strengerer Prüfungen bei Übernahme-Anträgen von .de Domains verantwitlich. Schon seit längerer Zeit arbeitet man daran, auch bei .de Domains die Freigabe über FOA Mails an den Inhaber zu regeln, wie dies bei den meisten generischen Top Level Domains schon länger üblich ist. Für Kunden und Provider bedeutet dies in der Praxis einen höheren Aufwand, gleichzeitig aber auch höhere Sicherheit.

Dennoch: Gewinner dieser Aktion ist zumindest aus Marketing-Sicht eindeutig der Webhoster Goneo.

Google.de geklaut - Domain hijacking


Seit einigen Stunden ist Google.de nicht mehr im Besitz der grössetn Suchmaschine der Welt. sondern gehört offenbar einem gewissen Mario M. aus Wiesbaden, respektive seiner Firma “Favo”.

Was verwundert,ist der Hinweis auf der Domain, dass diese Domain soeben über den Provider “Goneo Internet GmbH” bereitgestellt wurde, und noch keine Inhalte hinterlegt wurden. Dass es sich hier um eine neue Form von Google Adwords handelt, wage ich zu bezweifeln. Dass ein Google-Mitarbeiter versehentlich Google.de zum Transfer freigibt dürfte auch ausgeschlossen sein (und falls das der Fallsein sollte, so dürfte jemand dringend einen neuen Job benötigen).

Erstaunlich aus meiner Sicht allerdings, dass die Server von Goneo.de die Auslieferung der Seite ohne Probleme erledigen. In Anbetracht der hohen Besucherzahlen auf Google.de dürfte dies nicht unbemerkt bleiben und ohne entsprechende Vorbereitungen kaum realisierbar sein.

Eine Guerilla-Marketing-Aktion von Goneo?

Auf jeden Fall darf man auf die Reaktionen am morgigen Tag gespannt sein. Ob es sich lohnt, noch schnell seine Google-Aktien zu verkaufen? Oder morgen Nachmittag nach einem Kursverfall welche zu kaufen?

Ich bin gespannt.

Mittlerweise sind übrigens wieder die Nameserver von Google eingetragen, allerdings ist im Whois noch immer Mario M. als Owner, Admin-C, Tech-C und Zone-C eingetragen.

Preissenkung bei .ie Domains


Die Registry für .ie hat mit Wirkung zum 1. Januar 2007 ihre Preise für die Registrierung von .ie Domains gesenkt. Als Grund wird angegeben, dass die Grenze von 70.000 registrierten .ie Domains überschritten wurde.

Diese Zahl erscheint in Anbetracht der mehr als 10.000.000 .de Domains recht gering, aber die Statistik zeigt deutlich nach oben. Zu beachten ist, dass Irland auch ein vergleichsweise gering bevölkertes Land ist,und die Irländer offenbar mehr Zeit im Pub verbringen als vor dem PC zu sitzen…

Kommt .xxx nun doch?


Die umstrittene Top Level Domain .xxx hat schon so manchen Ärger verursacht. Zuerst offiziell beschlossen, dann wieder zurückgezogen, weil konservative Gruppen lauthals protestierten.

Mittlerweile befindet sich die ICANN in Verhandlungen mit der ICM Registry, um Themen wie den Jugendschutz, Spam und allgemeinen Missbrauch zu diskutieren. Der neue Vertrag zwischen der ICANN und ICM liegt bereits vor, und zumindest ICM erwartet, dass dieser in Kürze unter Dach und Fach ist.

Ob allerdings wirklich eine eigene Top Level Domain für pornographische Inhalte benötigt wird, wage ich zu bezweifeln. Dennoch: Domaingrabber und Provider werden sich über die Einführung freuen, der Rest bleibt abzuwarten.

Markenschutz durch Domainregistrierung


In einem erst in diesem Jahr öffentlich gemachtem Urteil beschäftigt sich der Bundesgerichtshof mit der viel diskutierten Frage, ob durch die Benutzung eines Domainnamens ein Markenrechtsschutz entsteht. Und der BGH bejaht dies: “Durch die Benutzung eines Domainnamens kann ein entsprechendes Unternehmenskennzeichen entstehen, wenn durch die Art der Benutzung deutlich wird, dass der Domainname nicht lediglich als Adressbezeichnung verwendet wird, und der Verkehr daher in der als Domainname gewählten Bezeichnung einen Herkunftshinweis erkennt”, heißt es in dem Urteil vom 22. Juni 2004.

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